Mein Name ist Carmen Peters und ich wohne im „Betreuten Wohnen“. Durch meine Erfahrungen in der Näherei einer Behindertenwerkstatt der Caritas (Caritas Wertarbeit „Gut Frohnhof“ in Köln-Ossendorf) kann ich sagen: Es ist möglich, seinen Traumjob zu finden und zu leben – auch mit einer psychischen Erkrankung!
Das Nähen macht mir sehr viel Freude. Ich habe die Gelegenheit, in einem Umfeld zu arbeiten, in dem meine psychische Erkrankung gefördert wird. Ich darf verschiedene Näharbeiten verrichten und an Weiterbildungen teilnehmen. Meine Ausbildungen als Damenschneidergesellin im Handwerk und als Bekleidungstechnische Assistentin im Industriebereich tragen ebenfalls dazu bei. Mein Arbeitgeber, die Gruppenleiter und Arbeitskollegen sind sehr nett und menschlich. Wenn ich das Bedürfnis habe, kann ich auch offen mit der Gruppenleitung über meine psychische Erkrankung sprechen – zum Beispiel über Unsicherheiten, die bei der Arbeit auftreten können, wie es bei mir der Fall ist. Das Reden darüber hilft mir wirklich sehr.
Nähen ist auch mein Hobby. Ich liebe es, schöne Dinge aus Stoff herzustellen, und genau das ist in der Behindertenwerkstatt möglich. Ich werde darin gefördert, mein Selbstvertrauen wird gestärkt, und ich kann selbstständig zum Beispiel Karnevalskostüme nähen. Ich habe das Gefühl, dass ich trotz meiner psychischen Erkrankung in meinem Traumjob arbeiten kann – und das tut mir sehr gut.
Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, dass auch Sie Ihren Traumjob finden – trotz psychischer Beeinträchtigung, falls Sie diese haben. Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie einen Arbeitsplatz haben oder finden, der Ihnen ein menschliches und gutes soziales Umfeld bietet. Früher wusste ich nicht, dass es so etwas gibt, und ehrlich gesagt, habe ich auch nicht daran geglaubt. Aber genau so eine Arbeitsstelle gibt es – glauben Sie daran! Ich wünsche Ihnen viel Glück und Erfolg bei der Suche nach einer Arbeitsstelle, bei der Sie unterstützt und gefördert werden, und wo Sie jemanden haben, dem Sie sich anvertrauen können.
Viel Glück und alles Gute. Ich glaube an Sie! Sie schaffen das!!! Glauben Sie auch an Ihre Fähigkeiten!
Ganz aufrichtig…
Carmen Peters
Gerne möchte ich euch nun etwas erzählen, wie ich vor einigen Jahren leidenschaftlich gerne meinen Jahreswechsel verbracht habe. Und dieses ganz tolle Erlebnis habe ich 13 Jahre hintereinander erlebt.
Neben Eisenbahnfan bin ich auch ein sehr musikinteressierter Fan. Zu meinen Vorlieben gehörten seit dem Jahre 2002 die „Bläck Fööss“. Im Sommer 2002 war ich zum ersten Mal auf einem Bläck Fööss Konzert am „Kölner Tanzbrunnen“. Ich war von der Vielfalt der Musik und den Liedern sehr angetan. Seitdem habe ich sie liebgewonnen.
Die vielen Konzertorte
Ab dem Jahre 2003 war ich auf vielen Bläck Fööss Konzerten gewesen, sei es im „Millowitsch Theater“ in Köln am „Rudolfplatz“, im „Theater am Tanzbrunnen“, natürlich gehörten seit jeher auch die traditionellen Sommerkonzerte am „Tanzbrunnen“ dazu, Konzerte in der „Philharmonie“ usw. Das sind so Stammlokations, wo sie in der Regel so einmal im Jahr auftreten. Diese Konzerte in diesen Spielstätten haben immer etwas Reizvolles an sich.
Auch drumherum war ich auf Bläck Fööss Konzerten, wie z.B. auf dem Schützen- und Volksfest in Leverkusen-Schlebusch auf der großen Bühne im „Wuppermannpark“, oder auch in Schildgen im Festzelt bei unserem Schützen- und Dorffest im Jahre 2015. Im Jahre 2005 war ich auf einem Bläck Fööss Konzert im „Neulandpark“ in Leverkusen-Wiesdorf, einmal in der „Schützenhalle“ bei Burscheid und ja sogar auch schon zweimal in Bonn-Siegburg.
Bonn-Siegburg ist für mich auch eine tolle Stadt und sie hat einen tollen Marktplatz, auf dem immer sehr viele Veranstaltungen stattfinden. Im Jahre 2004 war dort die 900-Jahr-Feier der Stadt Siegburg und in diesem Zusammenhang gab es dort ein Bläck Fööss Konzert auf dem Marktplatz. Da ich die Stadt sehr mag sowie die Band sehr mag, habe ich mir gedacht, doch mal dort hinzufahren. So habe ich mir ein kleines Hotelzimmer gebucht, damit ich die Veranstaltung bis zum Schluss in vollen Zügen genießen konnte und des Weiteren brauchte ich dann auch nicht spät in der Nacht wieder zurückfahren.
Im Jahre 2014 traten sie ebenso in Siegburg auf, diesmal in der Stadthalle. Auch da habe ich mir ein Zimmer genommen, um das ganze Programm in Ruhe genießen zu können. So habe ich mir da immer dann in diesem Zusammenhang schöne Wochenenden gemacht, die ich mir dann richtig schön gestaltet habe. Für solche kleinen Kulturtripps braucht man ja nicht viel Gepäck und eine Nacht in einem kleinen Hotel ist auch nicht so teuer, dass man sich das auch mal leisten kann.
Die erste Veranstaltung im Jahre 2004 war an einem Samstag im August und die zweite Veranstaltung im Jahre 2014 an einem 30. April, also quasi eine flotte „Kölsche Tanz in den Mai“-Party. Auch in dem kleinen „Scala Club“ in Leverkusen-Opladen habe ich die Fööss schon gesehen, sowie auch im „Leverkusener Forum“. Ja, einmal gab es auch eine Benefizveranstaltung in Bergisch Gladbach auf dem „Konrad-Adenauer-Platz“. Als ich erfahren hatte, dass dort die Fööss auftreten, habe ich mir gedacht „Nichts wie hin!“. Auch im Kölner „Gürzenich“ habe ich sie schon gesehen, bei der Konzertreihe „50 Jahre Kriegsende“ in Köln mit vielen Zeitzeugen und Liedern aus der Nachkriegszeit.
Ja, das waren immer so ganz tolle Konzerte gewesen, wo ich sehr oft hingegangen bin. An den Bläck Fööss gefällt mir einfach die Vielfalt ihrer Musik und vor allem die vielen aussagekräftigen Texte.