Ich bin ja, wie ihr aus einem anderen bereits geschriebenen Bericht von mir wisst, ein leidenschaftlicher Fööss-Fan. Allerdings gehe ich nicht mehr so ausgeprägt zu den Konzerten wie früher, jedoch hat mich für das Tanzbrunnen-Konzert mal wieder die große Lust gepackt.
Am 16.08.2025 hatte ich morgens um 11:00 Uhr noch mein Lesestudio gemacht. Dort ging es um das Thema „Kanada“. Ein tolles Reiseland. Meine Schwester ist dorthin ausgewandert und wohnt schon seit gut 10 Jahren in Vancouver. Sie kommt uns ab und an mal besuchen. Jedenfalls war es eine sehr interessante Lesestunde.
Nach der Lesestunde, die um 12:30 Uhr beendet war, bin ich nochmal nach Hause gefahren. Ich habe noch eine Kleinigkeit gegessen und noch etwas eingekauft. Dann bin ich so um 16:00 Uhr zur Bushaltestelle gelaufen und habe dann die Linie 222 bis Schlebusch Post genommen. Dort bin ich umgestiegen und mit der Linie 260 bis nach Köln Rheinpark gefahren. So um 17:00 Uhr war ich bereits dort.
Ab 17:30 Uhr war Einlass zum Tanzbrunnen. Das Wetter war trocken und warm. Ich bin noch eine gemütliche Runde durch den Park gegangen. Im Rheinpark gibt es auch ein kleines Kunstatelier, wo immer zu bestimmten Zeiten eine Kunstausstellung für einen gewissen Zeitraum von diversen Künstlern ausgestellt wird. Diese kleine Ausstellung habe ich mir noch angeschaut.
Es waren Collagen, Stillleben und bunte Gemälde wie z. B. „Der Junge im Garten“ oder „Das Mädchen im Garten auf einer Schaukel“ zu sehen. Es ist wirklich eine kleine, aber feine Ausstellung, wo man sich auch mit den Künstlern über ihre Kunstwerke und ihre Gedankengänge zur Entstehung der Kunstwerke austauschen kann. Draußen vor dem Eingang steht noch ein Tisch, wo man gerne Platz nehmen und etwas trinken kann. Echt interessant. In einem Buch kann man sein Empfinden über die Ausstellung hineinschreiben.
So eine halbe Stunde war ich dort gewesen, ehe ich mich dann auf den Weg zum Tanzbrunnen gemacht habe. Am Tanzbrunnen habe ich meinen Bruder getroffen. Er stand auf der Gästeliste, da er sehr guten Kontakt zu einem der neuen Fööss-Musiker hat.
Am Mittwoch, den 13.08.2025, hatte ich mir noch spontan eine Karte gekauft. Ich habe meinen Bruder angerufen und ihm erzählt, dass ich mir ein Ticket geholt habe, da ich mal wieder richtig Lust auf einen kulturellen Abend hatte. Da hatte mein Bruder mir das mit der Gästeliste erzählt. So haben wir uns dann am Eingang des Tanzbrunnens getroffen.
Um kurz nach 18:00 Uhr waren wir im Tanzbrunnen. Es gab tatsächlich nur zwei geöffnete Getränkestände und einen Bratwurst- und Crêpesstand, wo man auch süße Pommes kaufen konnte. Sonst gab es auch um das Gelände herum noch Stände, aber diesmal wirklich nur auf der rechten Seite. Vielleicht ein Anzeichen von Personalmangel? Die Jahre davor war es jedenfalls noch anders.
Eine Bratwurst im Brötchen haben wir noch zu uns genommen, sonst war ich bereits satt. Wir sind noch ein bisschen über das Gelände des Tanzbrunnens gelaufen, bevor es sich so nach und nach füllte und wir uns dann so in der 4. Reihe ziemlich nah an der Bühne unseren Platz gewählt haben. Alte Bläck-Fööss-Musiker waren als Ehrengäste mit im Publikum. Insgesamt war es das 49. Bläck-Fööss-Konzert am Tanzbrunnen.
Um 19:00 Uhr ging es dann los. Drei Stunden Liveprogramm nonstop. Als musikalische Gäste war die Samba- und Brassband „Druckluft“ aus Bonn eingeladen. Die kamen so ungefähr um 20:00 Uhr und haben gute 20 Minuten für Stimmung gesorgt. Sie hatten uns auch ihren neuen Karnevalshit für die nächste kommende Session vorgestellt.
Der Refrain ging wie folgt:
Ich bin eine Karnevalsmaus, oder was!
Ich geh nie ohne Kölsch aus dem Haus, oder was!
Ganz egal, wohin, wohin, wohin,
ich bin immer mittendrin, mittendrin, mittendrin!
Und jetzt alle!
Die Bläck Fööss selber haben uns ein sehr bunt gemischtes Programm geboten, von alten und neuen Liedern. Zu den neuen Liedern gehören: „Du kress Kölle nit us mir“ oder „Die nächste Rund“, „Der 12. Mann“ oder das Lied „3 x 7″ anlässlich des 777. Jubiläums der Grundsteinlegung des Kölner Doms sowie des 77. Geburtstages des Kölner-Dom-Vereins. Ein weiteres neues Lied ist das von unserer „Freiheit und Demokratie“.
Viele alte Lieder gab es natürlich auch, u. a. eines meiner Lieblingslieder, den „Sirtaki“. Es ging zum „Surfen am Fühlinger See“, wir waren in der „Kaffebud“, sind eine Runde mit „Meiers Kätche up singem Rädche“ mitgefahren.
In dem Lied der Kaffebud ging es heiß her. In der Frühstückspause um halb zehn trafen sich dort der Pützer, der Mürer, der Schreiner und der Postmann. Es wurde über Fußball diskutiert und dabei kam es zu Auseinandersetzungen und Reibereien. Einer hat einem Zucker hinter die Brille gespritzt, ein anderer hat jemandem Kaffee in die Mütze geschüttet, einer hat jemandem eine Zeitung auf den Kopf gehauen (Frankfurter Allgemeine) und einer hat einem den Kaffeelöffel krumm gebogen usw.
Zum Schluss meinte die Kaffebud-Besitzerin: „Jetzt ist es genug mit euch, nehmt euch den Lappen, bis wieder alles sauber und picobello glänzt, und macht eure Sauerei zu Hause.“ Ja, so was! Und das Ganze in einem schwungvollen Cha-Cha-Cha-Rhythmus.
Es gab ein Medley mit den Liedern: „Mir losse dr Dom in Kölle“, „Rut & Wies“, „Wir sind die Weltmeister vom Rhing“ und dem „Bickendorfer Büdche“, wo der Jupp singe Brötche beim Lisbeth in enem Tütchen kauft. Übrigens hat dat Lisbeth auch ein lecker Schnütche!
Es ging ab in das Roxy mit dem Lied „Wenn et Leech usjing em Roxy“, ein ehemaliges Kino in Köln-Rath, das leider irgendwann zugemacht wurde und dann in einen Supermarkt umgewandelt wurde. Früherer Ex-Sänger Günther „Bömmel“ Lückerath, der auch dieses Lied geschrieben hat, war früher sehr oft in diesem Kino und hat sich oft an der Kinokartenverkäuferin, der Lisbeth, erfreut.
Auch das wunderbare Lied „Wir klääve am Lääve“ wurde gespielt. Eine meiner Lieblingszeilen in diesem Lied ist: „Wer am lautesten schreit, ist niemals im Recht, denn ohne dich kommen wir viel besser zurecht.“
Sehr zünftig ging es bei dem Lied „Polterovend in der Elsassstroß“ zu, wo der Pitter sing Marie jehierot hätt. Das Traditionslied von „Unserem Stammbaum“ gab es ebenso zu hören.
Es wurde das Lied für die Einsamkeit angestimmt mit dem Titel „Drink doch ene met“. Stell dich nit so an! Du steihs he de janze Zick eröm! Häst de auch kein Jeld, dat is janz ejal – drink doch eine met und kümmer dich net dröm.
Das Lied vom Deckel wurde gesungen, wo es darum geht, dass einer aus beruflichen Gründen nach Berlin abgewandert ist. In Berlin hatte er zwar auch Freunde gefunden, aber irgendwie kam immer wieder das kölsche Gefühl in ihm hoch, sodass er doch immer wieder im Urlaub nach Köln gefahren ist, um einen neuen Deckel zu machen, geschweige denn eventuell noch seinen alten Deckel abzubezahlen.
Es gab spanische Klänge mit dem „Et Spanien-Leed“. Auch die Hymne „Du bes die Stadt“ gab es zu hören. Ein tolles Lied, das zu einer schottischen Melodie mit einem kölschen Text geschrieben wurde.
Dann gab es auch den Calypso-Song „Wenn de Sonn schön schingk“. Wir haben mit dem kleinen dicken Dieter eine Runde auf seinem Rollbrett gedreht. Bei dem Lied „Pänz, Pänz, Pänz“ haben die Pänz schön am Rhein gespielt.
Die Bläck Fööss haben auch Lieder für den Kinderrundfunk geschrieben, so gab es einen Auszug aus dem Kinderlied „Hey, Hey Wickie“. Auch die Geschichte von der Katrin wurde gesungen.
Es gab einen Ausflug auf den Drachenfels mit dem Lied „Drachenfels“. Ein tolles Unterhaltungslied über einen Familienausflug.
So gegen Ende kam noch mal „Druckluft“ auf die Bühne. Ganz zum Schluss wurde noch das Lied „In unserem Veedel“ gesungen.
Es war wirklich ein megatoller Abend gewesen. Ich muss sagen, die neuen Musiker machen das echt klasse!
Die neuen Bläck Fööss bestehen aus: Andreas Wegener – Keyboard, Gesang; Mirko Bäumer – Gesang; Raudi Granderath – Gitarre, Banjo, Mandoline, Gesang; Pit Hupperten – Gitarre, Gesang; Alexander Vesper – Schlagzeug; Hans Thodam – Bass, Gesang.
Es war ein schöner, stimmungsvoller Abend mit einem supertollen und vielfältigen Programm, und es war trocken und hatte nicht geregnet. Um 22:00 Uhr war das Konzert aus. Mein Bruder und ich sind dann zum Parkhaus gelaufen und anschließend nach Hause gefahren, wobei mich mein Bruder in Schildgen abgesetzt hat.
Also, wenn ihr mal Lust habt, auf ein Konzert zu gehen: Das tut echt gut und holt einen so richtig aus dem Alltag raus und sorgt für tolle und positive Stimmung.
Vielleicht schreibe ich noch einmal so ein kleines literarisches Konzert, wenn beim nächsten Fööss-Konzert wieder ein paar andere Lieder gespielt werden.
So, liebe Leser, das war es wieder einmal.
Bis zum nächsten Mal und ich wünsche euch ganz viel gute Stimmung!
Geschrieben und verfasst
von Alexander Rosskopf